Die Museums-Schmiede

Hufschmied Innungszeichen Wie es im 19. Jahrhundert in einer Schmiede zuging, erfahren Sie in der zum Museum gehörenden historischen Schmiede, die wieder zum Leben erweckt wurde.
Werkzeuge und Gerätschaften aus der Werkstatt des letzten Mittenwalder Schmiedes sind hier ausgestellt. Schmiedekunst hat Tradition, bei uns können Sie beim Schauschmieden dieses alte Handwerk sehen und erleben. Das Schauschmieden findet zu besonderen Anlässen, wie dem Internationalen Museumstag und dem Denkmaltag statt.

Die Schmiede und ihre Geschichte

Der Schmiedemeister Paul Zakowski kaufte 1928 das Haus Salzmarkt 4 in Mittenwalde und ließ 1935 den zum Grundstück gehörenden Stall zur Schmiede ausbauen.
Sein Sohn Friedrich ging bei ihm von 1942 bis 1945 in die Lehre, legte 1951 die Prüfung für Hufbeschlagschmiede ab und wurde 1959 als Schmiedemeister mit Hufbeschlag in die Handwerksrolle eingetragen. Mit dem Eintritt in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Mittenwalde betrieb er das Schmiedehandwerk nur noch nebenberuflich. Als er am 06.August 1988 verstarb, blieb die Schmiede ungenutzt.
Der restaurierte Blasebalg kann nun im Betrieb bestaunt werdenIm Jahr 2005 stellte der Verein den Antrag auf Anmietung der seit Jahrzehnten nicht mehr betriebenen Schmiede auf dem Nachbargrundstück. Die Stadt kaufte das Teilgrundstück mit der Schmiede für das Museum Salzmarkt 5 und ließ das Gebäude mit Fördermitteln sanieren. Das Inventar der Schmiede wie Werkzeuge, Maschinen und Geräte haben Vereinsmitglieder restauriert.
Die historische Schmiede als Teil des Museums Salzmarkt 5 wurde im August 2011 eingeweiht und für Besucher geöffnet.

Im Jahr 2016 konnte der Original Blasebalg aus der Schmiede restauriert werden.

Die Firma Sauer Orgelbau aus Frankfurt/Oder hat die Restaurierung ausgeführt und dabei im Holz zahlreiche Splitter von Granateneinschlägen aus dem 2. Weltkrieg vorgefunden.

Nach der Restaurierung wurde der Blasebalg zur besseren Darstellung seiner Funktion unterhalb der Schmiededecke montiert. Früher war er oberhalb der Decke direkt über der Esse installiert.



Zum Tag des offenen Denkmals und weiteren besonderen Ereignissen wird auch unsere Schmiede für das Publikum geöffnet.
Hier zeigen dann unsere beiden gelernten Schmiede den Besuchern, wie man früher das Eisen erst warm gemacht und dann mit Muskelkraft und sehr viel Geschick mit dem Hammer in die gewünschte Form gebracht hat.

Inzwischen wurden bereits einige Arbeiten auch für unseren Museumsbetrieb angefertigt.

Wer möchte kann sich auch mal am Amboss versuchen und merkt dann, wie anstrengend diese Arbeiten sein können.

Kontakt per Telefon: +49 33764/22270